Umweltfreundlich angebaut – meine Richtlinien

Meiner Meinung nach gibt es keine Alternative zum naturgemäßen, pestizidfreien Anbau. Wenn ich von Nachhaltigkeit und ökologischer Sensibilität spreche, schließe ich damit immer auch die umweltfreundliche Aufzucht der Wildpflanzen mit ein, die unsere Erde schont und eine konsequente Haltung der Wertschätzung ist.

 

Robustes Saatgut

Ich nutze qualitativ hochwertiges Saatgut. Soweit es mir möglich ist auch in Bioqualität. Den einen Teil beziehe ich von größeren und kleineren Anbietern aus Deutschland, was nicht lieferbar ist, sammle ich bei Bedarf von den Mutterpflanzen auf meinem Grundstück.

Pflanzensubstrat

Mein biozertifiziertes, torffreies Substrat der Firma Ökohum besteht aus Grünschnittkompost, Rindenhumus und strukturgebenden Torfersatzstoffen. Grundsätzlich ist es auch im Erwerbsgartenbau möglich auf Torf zu verzichten und so die letzten Moore zu erhalten. Ich ergänze dieses angemischte Substrat dann noch mit Sand, für die Pflanzenarten mit mageren Ansprüchen, sowie mit Schafwollpellets und Agni Hotra- Asche.

Die Pflanzen wachsen zu gesunden Stauden heran. Das biozertifizierte Pflanzensubstrat versorgt sie mit Nährstoffen und sorgt gleichzeitig für Durchlässigkeit und Stabilität.

Nährstoffe und Pflanzengesundheit

In der Regel reichen den Wildblumen die Nährstoffe im Bio Substrat. Wenn eine Staude jedoch länger im Topf verbleibt, entscheide ich zwischen zwei Möglichkeiten, damit die Staude gesund und robust bleibt:

    1. neu topfen mit frischem Substrat
    2. die Staude zurück schneiden und mit einem organischen Biodünger nachdüngen

Organische Dünger haben den Vorteil, dass sie die Bodenlebewesen (Würmer etc, Pilze und Bakterien) mit ernähren.

 

Jungpflanzen sieht man schnell an, ob sie gut versorgt und gesund sind. Frisches Grün ist ein gutes Zeichen.

Ich arbeite überwiegend mit den folgenden natürlichen Helfern:

  • Ich nutze in der gesamten Wachstumsperiode der Wildstauden die positiven Eigenschaften von EM (Effektive Mikroorganismen). Die guten Bakterien haben einen essentiellen Einfluss auf die Gesundheit von Boden und Pflanzen. Sie helfen dabei ein gesundes Bodenklima herzustellen und die Pflanzen vorbeugend zu stärken, so dass sie weniger anfällig für Krankheiten sind.
  • Selbstgemachte Pflanzenbrühen und -tees aus Heilkräutern schützen vorbeugend, aber auch im Fall von Erkankung. Den Ackerschachtelhalm setze ich bspw. vorbeugend gegen Pilzerkrankungen ein. Die Kiselsäure festigt u.a. die Zellen und macht sie stark und wiederstandsfähig gegen Schaderreger.
  • Bodenhilfsstoffe auf Basis von Trichoderma Pilzen, die unter natürlichen Bedingungen im Boden vorkommen, fördern eine gesunde Bodenbiologie und Vitalität der jungen Wildstauden. Sie leben in vorteilhafter Symbiose an den Wurzeln der Pflanzen und schützen sie vor bodenbürtigen Pilzkrankheiten.

 

Das Ergebnis von Pflege, Aufmerksamkeit und bewußtem Beobachten sind diese wunderschönen Blüten; sind ganz allgemein Blühfreude und gutes Wachstum.

Jäten

Herbizide und Ähnliches sind im biologischen Anbau absolut tabu. Daher erfolgt das Jäten in Handarbeit.
Es braucht diesen Mehraufwand, damit die Wildblumen in ihren Töpfen nicht von den meist konkurrenzstärkeren Acker- und Beikräutern überwuchert werden.